Über Stock und Stein

Mountainbike im Lamer Winkel und Bayerischen Wald

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Kategorie: Wanderungen (Seite 1 von 2)

Brennes – Großer Arber – Chamer Hütte – Kleiner Arbersee – Zackermühle

Wie gewohnt, zeigte sich der Große Arber heute mal wieder von seiner „unsichtbaren Seite“.

Bei -3° C schnallten wir heute morgen am Brennes unsere Schneeschuhe an die Füße. Am reichlich Schnee bedeckten Wanderweg stiegen wir bergauf bis zum Sonnenfelsen. Die nächsten Meter legten wir am Pistenrand zurück. Auf Grund der vielen und teils ungeübten Skifahrer entschieden wir uns, den beschwerlicheren, aber sicheren Weg quer durch den Wald zu nehmen. Ab hier wurde es richtig anstrengend. Zum Glück ging Roland voraus und bahnte Corinna und mir einen Weg durch den metertiefen Powder.

Am Gipfel des Große Arbers machten wir erstmal eine kleine Verschnaufpause. Die Oberschenkel hatten Erholung dringend notwendig! Nach nur 5 Minuten setzten wir unsere Tour Richtung Chamer Hütte fort. Die Temperatur (ca. -10° C), der Wind und der dichte Nebel luden nicht gerade zum längeren Verweilen ein.

Auf der gut präparierten Tourenabfahrt, Richtung Bodenmais, gingen wir gute 2 km bis zur Chamer Hütte. Dort wärmten wir uns bei Radler und Gulaschsuppe erst richtig auf. Um halb 2 machten wir uns bereit für den „Quer-Feld-ein-Abstieg“ zum Kleinen Arbersee.

Mitten im Wald, fernab jeglicher Wanderwege und Spuren anderer Menschen, stapften wir durch richtig tiefen Pulverschnee. Ohne Stöcke und Schneeschuhe wäre kein Vorankommen möglich gewesen. So mancher von uns verschwand hin und wieder in den Schneemassen und genoss die herrliche Landschaft aus einem anderen Blickwinkel 😀

Aus zeitlichen Gründen verzichteten wir auf ein Gruppenfoto am Kleinen Arbersee. Wir gingen direkt weiter zur Reißbrücke. Erst bei der Abzweigung Mooshütte waren die Straßen geräumt und wir konnten unsere Schneeschuhe ausziehen. Jeder hatte so seine eigene Technik die zwei unhandlichen Dinger am Rucksack zu befestigen.

Flotten Schrittes gingen wir weiter Richtung Sommerau und Zackermühle, wo uns der Fahrdienst um 16 Uhr aufsammelte.

Waldeck – Waldwiesenmarterl – Schwarzeck – Waldwiesenmarterl – Waldeck

Die Nacht endete heute bereits um 5.25 Uhr.

6 Uhr Abfahrt in Lam mit kurzem Halt um Frühstückssemmeln zu besorgen. Am Waldeck parkten wir das Auto und rüsteten uns für die Tour über das Waldwiesenmarterl zum Schwarzeck. Ziel der heutigen Tour. Den Sonnenaufgang genießen und den Tag mit einem leckeren Frühstück in 1235 m beginnen.

Mit Stöcken und Stirnlampe stiegen wir am La6 / Lo7 bergauf zum Waldwiesenmarterl. Tiefer Pappschnee machte uns ganz schön zu schaffen, sodass teilweise keine Koversation mehr statt fand 🙂 So manch selbst erzeugtes Geräusch ließ uns den Weg zurückblicken, ob nicht doch ein „wildes Tier“ uns beobachtete und verfolgte!!!

An Hinweg passierten wird das Waldwiesenmarterl, da man noch kaum was sehen konnte. Die letzten Meter zum Gipfelkreuz des Schwarzecks gestalteten sich teilweise schwierig. Mit kleineren Ausfällen musste gerechnet werden.

Sehr hungrig erreichten wir um kurz nach 8 das Gipfelkreuz. Wir waren da, die Sonne war da, leider mit ihr auch der Nebel. So saßen wir wieder mal in der grauen ungemütlichen Suppe mit Null Ausblick – das Frühstück schmeckte aber trotzdem.

Nachdem alle Finger und Zehen endgültig taub und abgefroren waren packten wir zusammen und machten uns auf den Weg zurück zum Waldwiesenmarterl. Um wieder warm zu werden durften ein paar Blödeleien nicht fehlen.

O-Ton Corinna: Die nächsten Wanderer, die vorbeikommen und unsere „Sauerei“ sehen, werden meinen hier haben 2 Wildschweine gerauft!“ 😀

Auch am Waldwiesenmarterl hinterließen wir unsere Spuren und vergossen dabei einige Tränen.

Alle Gliedmaßen hatten sich wieder erholt – somit kehrten wir zum Auto zurück. Hoffentlich haben die nächsten Wanderer, mit Hugo dem Schneemann, genauso viel Freude wie wir.

Sahneberg – Sesselplatz – Sahneberg

Ein ausgiebiger Spaziergang, weg von allen störenden Geräuschen des Alltags – kein Lärm, kein Autoverkehr, kein Telefonklingeln, keine Menschenseele unterwegs. Wir vier alleine im „Outback“. Pure Entspannung auf den 11 km vom Sahneberg zum Sesselplatz (1100 m) und wieder zurück.

 

Bodenmais – Rißloch – Kleiner Arber – Zackermühle

CHE BELLA VISTA

Unten im Tal war es heute nasskalt, neblig – einfach ungemütlich. Oben hingegen schien die Sonne bei ca. 15° C. Somit war klar, was zu tun ist.

Mit dem Auto fuhren wir nach Bodenmais und parkten direkt im Zentrum. Von da aus folgten wir dem Wanderweg 2 bis zu den Rißlochfällen. Der Weg dorthin ist sehr einfach, ohne größere Wurzeln und Steine. Auch für Radfahrer oder Familien mit Kinderwagen geeignet.

Nach der Brücke bei den Fällen geht es ziemlich steil und steinig bergauf.

Am höchsten Punkt des Rißlochrundweges nahmen wir die Abzweigung Richtung Chamer Hütte, bzw. Kleiner Arbersee.

Das Gelände war leicht zu begehen. Stöcke sind trotzdem hilfreich. Die Sonne tat ihr übriges, um die gute Laune aufrecht zu erhalten.

Nach knapp 2 Stunden Gehzeit und ca. 8 km zurückgelegte Strecke passierten wir die Chamer Hütte, um am Kleinen Arber den Ausblick genießen und nebenbei etwas Brotzeit essen zu können.

Gegen 12.30 Uhr setzten wir unsere Wanderung fort. Auf den nächsten Kilometern passierten wir den Kleiner Arbersee und den Wasserfall am Sollerbach.

Die Nebelgrenze hatten wir längst erreicht. So gingen wir nun wieder unterhalb des Nebels  bei feuchtkalten Temperaturen. Schön ist was anderes. Folglich zogen sich die letzten 3 Kilometer schier endlos.

Gegen viertel nach 3 erreichten wir die Autowerkstatt Biller in Lohberg, wo auch unser Taxi auf uns wartete.

Scheiben – Zwercheck – Grenzweg – Goltz

Nach der Völlerei der letzten Tage brauchten wir etwas Bewegung an der frischen Luft.

So starteten wir um viertel nach 1 unsere Familienwanderung ab dem Scheiben-Parkplatz. Erst ging es ein paar Meter an der Langlaufloipe entlang. Dann nahmen wir die Abzweigung LO5, die direkt zur Deutsch-Tschechischen Grenze und weiter zum Panormakino führt.

Von ca. 1050 hm stiegen innerhalb von 2 km Fußweg auf 1333 hm (Zwercheck) hinauf. Bei einem traumhaften Ausblick packten alle ihre mitgebrachten Speisen und Getränke aus. Nun gab es sozusagen ein Picknick über den Dächern und Gipfeln des Lamer Winkels.

Frisch gestärkt und gut eingepackt setzen wir unsere Wanderung in Richtung Osser fort. Am Grenzgängerweg entlang passierten wir die Grünen Steine bis zur großen „Blaissn“ Am Knöchel.

Ab hier ging es abwärts – zurück zum geparkten Auto – beim Kapitän Goltz. Aus zeitlichen Gründen konnten wir keinen Halt beim Lohberger Steindl einlegen. So passierten wir es linker Hand und kehrten zur Scheibenstraße zurück.

Ein perfekter Tag, mit perfektem Wetter und einer perfekten Wanderung mit einem Großteil der Familie geht zu Ende.

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Thema von Anders Norén.