Über Stock und Stein

Mountainbike im Lamer Winkel und Bayerischen Wald

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Schlagwort: Osser (Seite 1 von 2)

Lam – Großer Osser – Lohberg – Lam

Heute früh stand wieder mal der Osser am Plan, nicht wie üblich die Osserwiese sondern diesmal über den Großen Osser (1293 m) und dann den Wanderweg „Lo1“ runter nach Lohberg.

Die Auffahrt wie üblich via Lambach und die Forststraße hoch bis zum Kornschlag. Von da ging es weiter bis zur Bergwachthütte ehe ich mein Bionicon mal wieder auf die Schultern legen musste.
Am Gipfel war es dermaßen ungemütlich das man es nicht aushalten konnte. Milliarden von angriffslustigen fliegenden Ameisen machten das Gipfelerlebnis leider unmöglich.

Noch eine kurze Anmerkung meinerseits diese Treppen Richtung Tschechien muss ich mir definitiv noch mal genauer mit meinen Mountain Bike anschauen. 🙂

Der Anfang vom „Lo1“ ist mit meiner Fahrtechnik leider nur Teilweise zu fahren. Wäre mein Name Danny MacAskill hätte dies sicher einen Heidenspass gemacht.
Es hilft ja alles nichts irgendwie musste ich ja runter und getreu dem Motto „wer sein Fahrrad liebt der schiebt“ schob ich mein Bike Talwärts.

Bei machen Passagen kann man durchaus fahren und bei der Richtigen Linienwahl gingen auch ein paar Meter zu fahren. Aber jede Unachtsamkeit wird natürlich sofort bestraft und schwupp ging es über den Lenker inklusive Bauchlandung. Die Knieschoner verhinderten vermutlich schlimmeres.

Nach meinem Bauchklatscher wurde der Weg mehr und mehr erfahrbar. Sobald man auf dem Wendeplatz angekommen ist, ist alles zu fahren. Gut 2,5 Kilometer, knapp 500 Tiefenmeter, große Steine, kleine Steine, große Wurzeln, kleine Wurzeln und teilweise lockerer Waldboden waren dann noch die Belohnung für den ersten nicht fahrbaren Kilometer.
Bis zum Wanderparkplatz geht´s ganz schön zur Sache und für jeden kleinen Fehler wird man mit einem Abgang über den Lenker belohnt.

 

Lam – Zwercheck – Jezerní hora – Špičák – Černé jezero – Osser – Lam

Am Brückentag Freitag stand eine „Hike & Bike“ Tour an. Es stand ziemlich bald fest dass es Richtung Zwercheck zum Jezerní hora übern Špičák zum Osser gehen sollte. Nach stundenlangen planen und studieren der Landkarten wusste ich genau wo ich mein Bike tragen musste. Meine Planungen waren gar nicht mal so schlecht, ich kam auf ca. zwei Kilometer die ich nicht fahren konnte.
In Summe hatte ich mein Bike dann ca. 1,5 Kilometer am Rücken und nochmal einen Kilometer wurde geschoben.

Gegen 9:40 war ich dann unterwegs zur Sommerau wo ich über die Ebensäge zur Scheibe hochkurbelte. Die Auffahrt war relativ unspektakulär Asphalt und Forststraßen. Zum Einkurbeln aber genug. Nach 14 Kilometern und gute 500 Höhenmetern war ich dann am Abzweig zum Zwercheck. Noch ein kräftiger Schluck aus der Trinkblase, ein Blick auf´s  GPS wie weit es genau ist bis zum Grenzkamm und das Mountain Bike auf dem Rucksack platziert und los ging die Wanderung. Ab jetzt ging es nur noch Bergauf.

 

Nach einen Kilometer voller Qualen erreichte ich dann den Grenzstein Nr. 30. Endlich oben.
Ein Abstecher zum „Zwerchecker Naturkino“ war leider nicht drin, obwohl ich die meisten Höhenmeter schon hinter mich gebracht hatte, standen immer noch 23 Kilometer auf dem Plan.

 

 

Ab jetzt tauschen mein Bionicon und ich wieder die Rollen. Mit gesenkter Sattelstütze umfuhr ich den Grenzstein und fuhr auf einen manchmal kaum erkennbaren Pfad zum

Jezerní hora.  Ganze zwei Kilometer schlängelte sich der Trail mal mehr mal weiniger kniffelig zum Jezerní hora hinauf. Wobei hinauf kann man eigentlich nicht mehr sagen, es handelte sich nur noch um 30 Höhenmeter die man gar nicht mehr bemerkte. Was man allerdings bemerkte war der Orkan Kyrill der am 18./19. Jänner 2007 sein Unwesen trieb. So fuhr ich oberhalb der Baumgrenze dahin und genoss die Aussicht. Der Große Arber kam auch zum Vorschein, von dieser Seite und noch dazu auf Augenhöhe ist auch mal ein schöner Anblick. Zum Vergleich der König des Bayerischen Waldes der Große Arber hat 1455,5 m ü. NHN und ich befand mich am Jezerní hora auf 1343 Meter über dem Meer.

 

Ursprünglich wollte ich meine Brotzeit am Jezerní hora zur mir nehmen und gleichzeitig einen Blick auf dem Schwarzen See werfen. Aus dem wurde nichts, da ich keinen Weg gefunden habe der mich dort hinführen könnte. Nationalpark Šumava  und abseits von Wegen passt sowieso nicht.
Erst noch schnell den Singletrail mitnehmen der Anfangs sehr gut beginnt und dann in ein Gestrüpp aus Ästen überging und endete und auf einer Forststraße.
Weiter ging es dann über den über den kleinen Špičák und noch hoch bis zum großen Špičák wo ich dann mit Blick auf den Osser die erste größere Pause machte.

Der Bauch war voll und das Stimmungstief kam direkt nach der Abfahrt im Bikepark Špičák. Schwere Beine und kaum mehr was zu Trinken machten mir zu schaffen. Und am allermeisten haben mir die E-Biker jegliche lust genommen. Trällernd, bei knapp 26 Grad Hitze im Anstieg an mir vorbei. Mahlzeit. Mein Rettungsanker kam kurz vorm Schwarzen See. Endlich Wasser.
Die Tanks waren wieder aufgefüllt und es ging die letzten Kilometern bis zum Schwarzen See auf Asphalt dahin. Naja ich wusste ja bescheid.

Am Černé jezero  auch genannt Schwarzer See machte ich eine längere Pause.
Schuhe aus und die Füße im kalten nass baumeln lassen und die Aussicht genießen.
Genau da oben war ich noch vor gut 2 Stunden.

Das Tief war überwunden jetzt kam die vorletzte Etappe, bis zum Gürtlplatz und dann hoch zum Osser. Nach einem kurzen Anstieg kam eine sehr lange Abfahrt ehe es dann in den krankesten Anstieg ging von dem man Gürtlplatzl fahren kann.
Selber schuld wenn man zu Faul ist auf das GPS zu schauen…

Am Osser angekommen ging es nur noch gen Tal und ab nach Hause. Mit den letzten Körnern ging es den Hauptwanderweg zum Stattel über´s Bergkirchal nach Lam.

 

 

Lam – Weisser Riegel – Osserwiese – Totenbretter Schmelz – Thürnstein – Lam

 

Am Palmsonntag ging es für die Mountainbike-Saison 2017 zum zweiten mal Richtung Osser. Diesmal nicht wie bei der ersten Osser Ausfahrt kurz und schmerzlos rauf auf den Berg sondern gemütlich die Forststraße bis zum Grenzkamm. Der wohl schönste Singletrail wenn nicht so viele Bäume kreuz und quer rumliegen würden. Also hieß es immer wieder runter vom Sattel und das Bionicon über die Bäume und Äste heben. Das ganze ging bis weit nach dem Jägerhübel (1100m) und dem Weißen Riegel (1093m) ehe es dann zum Anstieg des Großen Osser (1293m) nicht mehr fahrbar war. Meine zweite Lieblingsdisziplin stand an. Hike and Bike war das Motto und der Puls schoss ganz schön nach oben, dies war auch ein Grund wieso ich nicht ganz nach oben aufgestiegen bin.

Ich nutzte die letzte Möglichkeit und bog ab zum Hauptwanderweg und schob die letzten Höhenmeter zur Künischen Kapelle hoch. Ein kurzer Schluck aus der Trinkblase und runter zur Osserwiese. Dort angekommen machte ich erst einmal eine ausgiebige Pause. Währenddessen die Gleitschirmflieger die Thermik ausnutzen packte ich meine Gaskartusche aus und machte mir einen Espresso.

Nach zwei Tassen OsserXpresso und einer guten Stunde Pause kam der schönste Teil des Tages, die Abfahrt zum Bergkirchal. Diese war nicht weniger anstrengend, ich pumpte wie ein Maikäfer als unten war. Der letzte Abschnitt hat den Namen „Flow“ verdient.

Singletrail vom Bergkirchal zum Bergwerk Fürstenzeche.

Lam – Osserwiese – Bergkichal – Thürnstein – Lam

Nach einer langen Winterpause und einigen kleinen Ausfahrten vorher ging es das erste mal rauf auf den Osser. Kurz und schmerzlos dachte ich mir. Das mit dem „kurz“ stimmte ja, aber das „schmerzlos“ war voll daneben. Kurz gesagt es war eine Qual, ich wusste wohl nicht mehr wie steil es den kürzesten Weg zur Osserwiese hoch geht. Der Körper am Anschlag. Gefühlt alle zwanzig Meter stehen bleiben und 10 Minuten Pause machen alles an Müsliriegel reinstopfen was im Rucksack verstaut war. Hinzu kamen noch Schneefelder und ab 1000 Meter Höhe war es nur noch Schnee. Gott sei Dank ich konnte schieben.

Leider war es an diesem Tag viel zu windig um die Osserwiese zu genießen. Schnell umziehen und 5 Minuten den Lamer Winkel begutachten, Knieschoner anziehen und vorbereiten für die Vogelwilde Abfahrt.

Diese hatte es auch in sich. Der Waldboden feucht und rutschig, Pfützen (wo ich jede mitnahm) und sehr sehr sehr viel Matsch. Zuhause angekommen war ich von unten bis oben total eingesaut.

Download GPX Track „Lam – Weisser Riegel – Zwiesler Kreuz – Absetz – Haibühl“

Lam – Weisser Riegel – Zwiesler Kreuz – Absetz – Haibühl

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Thema von Anders Norén.