Über Stock und Stein

Mountainbike im Lamer Winkel und Bayerischen Wald

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Schlagwort: Eschlsaign (Seite 1 von 2)

Lam – Heugstatt – Chamer Hütte – Kleiner Arbersee – Lam

Am gestrigen Sonntag wollte ich mir Käsespätzle und ein Osser Bier auf der Chamer Hütte kaufen, so war der Plan.
Gegen halb 11 startete ich mein Vorhaben von Lam aus über´s Eschlsaign zum Eck.

Am Eschlsaign angekommen war schon kein Parkplatz mehr frei, ich dachte mir nicht weiter was dabei. Am Eck waren alle Parkplätze restlos belegt und ich wurde immer noch nicht stutzig. Die Auffahrt zum Mühlriegel wie gewohnt über die Loipe. Kein Mensch unterwegs, passt dachte ich mir. Auf der Auerhahnloipe ging es weiter bis zur Abzweigung Reischflecksattel – Schareben. Dort kam mir schon eine größere Gruppe Wanderer entgegen, spätestens dort hätte ich stutzig werden müssen. Am Goldsteig bewegten sich dann viele viele Wanderer, die in alle Richtungen (Eck <-> Großer Arber) maschierten. Jetzt wusste ich, heute ist nicht mein Platz hier oben, zuviel Verkehr.

Sollte die nächsten Tage das Wetter nochmal passen, geht es definitiv nochmal rauf.

Zwischen dem Heugstatt und Enzian bog ich dann ab zur Forststaße und setzte dort meine Fahrt fort. Zwei Rehe kreuzten noch meinen Weg.

Anstatt Käsespätzle und ein frisches Osser Bier gab es auf der Chamer Hütte einen Müsliriegel.
Das Bild sagt mehr als 1000 Worte.

Die Abfahrt von der Chamer Hütte über den kleinen Arbersee zur Zackermühle war wieder mehr als spaßig.

 

Lam – Reischflecksattel – Lam

Am gestrigen Sonntag interessierte mich der „Lo 7“ welcher als Rundkurs von Lohberg nach Waldwiesmarterl (1139m) über´s Schwarzeck (1238m) zum Reischflecksattel (1142m)  zurück nach Lohberg geht.
Meine übliche Tour bis zum Kamm ging über die Vogelwiese zum Eschlsaign Richtung Eck. Von dort aus auf der Loipe hoch zum Mühlriegel und auf der Schotterstraße weiter zum Reischflecksattel.

Nach gut zwei Stunden erreichte ich dann mein Tagesziel.

Ich freute mich schon auf einen schönen Trail der auch anfangs sehr vielversprechend aussah.

Voller Freude rein in den Trail, nur leider fand der ganz schnell sein Ende und schon war es wieder fast wie immer.
Zwei Meter breit und bis auf die „Oleijssl“ (Regenrinnen) war nicht´s geboten.

Na gut dachte ich mir, ich hab ja noch was in der Hinterhand. Laut osm.org gibt es ja noch einen Weg der abzweigt. Falsch gedacht, ich wurde eines besseren belehrt. Ich landete im Sumpfgebiet mit meter hohen Graß, Äste und Löcher die man nicht sieht. Nach 500 Meter stand mein Entschluss fest, zurück zum „Lo7“ um mich und vor allem mein Mountain Bike zu schonen.

Die restliche Abfahrt verlief dann relativ unspektakulär. Landschaftlich aber recht ansehnlich.

Fazit: Wenn man am Kamm unterwegs ist und man schnell Richtung Lam oder Lohberg möchte ist der Weg über´n Reischflecksattel optimal.

Lam – Schwarzeck – Enzian – Kleiner Arbersee – Lam

Kurz gesagt fünf Kilometer das Mountain Bike auf der Schulter und viele Trails. Aber erstmal von ganz vorne.

Am letzten Freitag gegen Nachmittag klingelte mein Telefon. Am anderen Ende des Fernsprechers ein Arbeitskollege, er wollte wissen wies aussieht mit einer Mountain Bike Tagestour im Woid. Dies hatten wir uns letztes Jahr eigentlich schon vorgenommen eine Tagestour zu unternehmen. Es kam aus diversen Gründen nicht zustande.

Am Telefon noch schnell alle Gehirnwindungen drehen lassen und schon stand die Tour. Auf die Frage ob es ihm was ausmacht wenn wir das Bike schultern, antwortete Sepp nur kein Problem. Okay dachte ich mir dann wird´s richtig wild 🙂

Laptop raus, Route planen, Wetter analysieren und weitergeleitet. Ursprünglich hatte ich einen Berg mehr geplant aber dazu später mehr.

Sonntag war es dann soweit, bei optimalen Mountain Bike Wetter starteten wir gegen 10 Uhr morgens.
Als Einstieg gleich mal einer meiner lieblings Trails Richtung Arrach, danach ein paar Kilometer auf dem Offiziellen Radweg nach Hohenwarth. Auf höhe der Vogelwiese schraubten wir uns hoch übers Eschlsaign  zum Skigebiet Eck. Von dort aus ging es weiter auf der Auerhahn-Höhenloipe zum Mühlriegel.
Nach ca. 1,5 Stunden Aufstieg war es Zeit für einen kurzen Snack.

Drei aufwärts Kilometer waren dann noch auf der Schotterstraße zu überwinden bevor die erste kurze Tragepassage (~500m) anstand.  Standort irgendwo zwischen Ödriegel und Waldwiesenmarterl. Die 1000 m ü nn werden wir nun lange Zeit nicht unterschreiten. Wir bewegen uns nur nur noch auf den Hauptwanderweg des Goldsteig´s Richtung Großen Arber.

Der Trail über das Waldwiesenmarterl zum Schwarzeck überzeugte Sepp schon einmal. Es wurde manchmal ganz schön eng für ihn mit seinem 80 cm Lenker. Wurzelig auf und ab zeitweise lies sich auch der „Flow“ blicken. Leider verschwand der Flow genau so schnell wie er gekommen war und dann ging die Tortur los.

Sepp meinte er ist im falschen Film,  Bayrischer Wald und Hochalpines Gelände passt nicht zusammen. Schnell war klar, jetzt wird´s  hart. Hiermit möchte ich  mich bei dir entschuldigen dass ich dir das angetan habe. Ich war leider noch nie am Schwarzeck. Beim nächsten geht´s definitiv nicht mehr darauf, es sei denn wir sind ohne Bike unterwegs.

Bilder sagen mehr als Worte. Nun hatten wir auch mehr Zeit um Fotos zu machen 🙂

2,5 Kilometer war Teamwork angesagt, es ging schiebend und tragend nach oben. Die wurden gemeinsam über Felsen und Bäume gehievt. Dann waren wir endlich am Schwarzeck (1238 m).

Das Wandervolk lächelte als wir sehr angeschlagen oben waren. Erstmal den Ausblick über den Lamer Winkel genießen und unseren liebsten zuhause bescheid geben das alles in Ordnung ist.
Danach ging es wieder runter natürlich auch tragend bzw. schiebend. Es war einfach nicht fahrbar.

Nach 2,5 Kilometer Bergab  ging es endlich wieder in den Sattel wo ich nicht lange bleiben konnte, die ersten Krämpfe im Oberschenkel gingen los. Eine Essen und Trinkpause war angesagt. Anschließend ging es wieder ohne Probleme.

Ein kurzer fetziger Trail bis zum Fuße des Heugstatt stand an, wo es gleich wieder in einen steilen unfahrbaren Anstieg ging. Der Oberschenkel hielt bis mir das Vorderrad aufstieg.
Schieben bis zum Heugstatt (1262m) war angesagt. Es war zum glück das vorletzte mal. Endlich oben angekommen, kommt einer der Landschaftlich schönsten Trails bei uns im Woid.

Die ersten Mountain Biker kamen uns entgegen, sie schoben ihre Bikes hoch wo wir runter fuhren.

Die letzte Schiebepassage des heutigen Tages stand an. Es ging rauf zum Enzian (1285m). Nach einer kurzen Pause beschlossen wir es für heute ausklingen zu lassen. Das Schwarzeck hat uns ziemlich fertig gemacht.
Die Route wurde geändert, es ging direkt zum kleinen Arbersee. Nach nur wenigen Metern war´s dann auch schon wieder vorbei, ein Ast verabredete sich mit´n Sepp seinem Schaltauge. Die mobile Werkstatt wurde benötigt und die Schaltung notdürftig repariert.

Das Problem wurde bald wieder weggelächelt. Es standen bis nach Hause noch fetzige Trails an. Vom kleinen Arber wurde erst die Forststraße bergab gefahren bis wir auf den Wanderweg zum kleinen Arbersee kamen. Ein kurzer blick auf die Landkarte ob wir richtig sind und los ging der wilde Ritt. Singletrail, abfallendes Gelände und 2 Spitzkehren versüßten uns die Abfahrt.

Wie immer natürlich viel zu kurz.

Kräfte tanken für die letzte Abfahrt bei einer Einkehr am kleinen Arbersee und schon ging weiter.

Erst umkurvten wir den Arbersee und dann ging es nach Hause. Der beste Trail vom Arbersee ist meiner Meinung nach der Lo3. Wurzelig, Geröll und Stufen sagt wohl alles.
Ich konnte den Trail bis zu den Wasserfällen endlich beim X-ten versuch durchfahren. Ein Saugeiles gefühl 🙂
Resepekt an dich Sepp, fürs erste mal „sakradi du host as draf“.

Das letzte stück zur Zackermühle war natürlich wieder matsch und dreck was genau meines ist.

Nach guten 7 Stunden waren wir wieder am Ausgangspunkt.

Ein super, anstrengender Tag.

Noch eine kleine Anmerkung:
Am Goldsteig ist mit Wanderern zu rechnen, uns sind auch viele begegnet. Der Gegenverkehr war problemlos. Geschwindigkeit reduziert, ein Servus und minimaler Smalltalk hat und viel geholfen. Es gab keine Proleme und Komplikationen. So soll es sein.

Ach ja und der Montag war die Hölle ich war sozusagen bewegungsunfähig.

Happy Trails

Download GPX Track „Lam – Eschlsaign – Eck – Mühlriegel – Ödriegel – Lam“

Lam – Eschlsaign – Eck – Mühlriegel – Ödriegel – Lam

Lam – Eschlsaign – Rauchröhren – Großer Riedelstein – Eck – Vorderöd – Lam

Bereits am Mittwoch fuhr ich eine kleine, aber sehr anspruchsvolle Runde.
Am Vortag machte ich mir Gedanken, ob man das überhaupt fahren kann. Die Routen plante ich mittels GPS Punkten.

Aufgrund des schlechten Wetters, waren nur wenige Wanderer unterwegs, was mir sehr gelegen kam.

Auf den Weg zu den  Rauchröhren (1044m NN) ging es über Eschlsaign. Bisher noch alles auf breiten Forststraßen mit einigen knackigen Anstiegen.

Die Rauchröhren fest im Blick, ging es den Steg hoch, bis die Oberschenkel total „blau“ waren. Auf dem steilen und steinigen Gelände kommt man schnell an seine Grenzen. Danach muss ein paar hundert Meter der fahrbare Untersatz geschoben werden.
Die letzten Meter bis zum Etappenziel – Rauchröhren – muss das Rad getragen werden.

Der Ausblick und das massive Gestein entschädigen für die totale Qual ca. 150 Höhenmeter auf nur 500 Meter.

Danach ging es weiter zum Großen Riedelstein (1132m NN). Eine sehr wurzelige Angelegenheit, wie sich herausstellte. Bei trockenem Gelände wären die gut 1,5 km kein Problem gewesen. Der Untergrund war aber durch den Regen in der Nacht ziemlich rutschig und so musste teilweise wieder geschoben werden.

Als ich den Weg Richtung Tal suchte fiel mir dieses Schild ins Auge. Die ursprünglich geplante Route konnte bzw. traute ich mich nicht mehr fahren.
Zurück zum offiziellen Wanderweg und dann ging es abwärts.
Extrem steiles, steiniges, rutschiges Gelände und den Arsch fast am Reifen, um keinen Abflug über den Lenker zu machen.
Nach der schwierigen Abfahrt findet man sich auf der Waldpiste vom Skigebiet Eck wieder. Dort kann man nochmals richtig Gas geben.
Diese Abfahrt kommt unter meine Top 5 auch wenn es kein Singletrail ist.

Die Actioncam hat hat alles mitgefilmt.

Richtung Heimat ging es dann über einen kurzen bergauf- bergab-Singletrail vom Eck zur Vorderöd nach Lam.

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