Über Stock und Stein

Mountainbike im Lamer Winkel und Bayerischen Wald

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Schlagwort: Großer Osser

Lam – Zwercheck – Jezerní hora – Špičák – Černé jezero – Osser – Lam

Am Brückentag Freitag stand eine „Hike & Bike“ Tour an. Es stand ziemlich bald fest dass es Richtung Zwercheck zum Jezerní hora übern Špičák zum Osser gehen sollte. Nach stundenlangen planen und studieren der Landkarten wusste ich genau wo ich mein Bike tragen musste. Meine Planungen waren gar nicht mal so schlecht, ich kam auf ca. zwei Kilometer die ich nicht fahren konnte.
In Summe hatte ich mein Bike dann ca. 1,5 Kilometer am Rücken und nochmal einen Kilometer wurde geschoben.

Gegen 9:40 war ich dann unterwegs zur Sommerau wo ich über die Ebensäge zur Scheibe hochkurbelte. Die Auffahrt war relativ unspektakulär Asphalt und Forststraßen. Zum Einkurbeln aber genug. Nach 14 Kilometern und gute 500 Höhenmetern war ich dann am Abzweig zum Zwercheck. Noch ein kräftiger Schluck aus der Trinkblase, ein Blick auf´s  GPS wie weit es genau ist bis zum Grenzkamm und das Mountain Bike auf dem Rucksack platziert und los ging die Wanderung. Ab jetzt ging es nur noch Bergauf.

 

Nach einen Kilometer voller Qualen erreichte ich dann den Grenzstein Nr. 30. Endlich oben.
Ein Abstecher zum „Zwerchecker Naturkino“ war leider nicht drin, obwohl ich die meisten Höhenmeter schon hinter mich gebracht hatte, standen immer noch 23 Kilometer auf dem Plan.

 

 

Ab jetzt tauschen mein Bionicon und ich wieder die Rollen. Mit gesenkter Sattelstütze umfuhr ich den Grenzstein und fuhr auf einen manchmal kaum erkennbaren Pfad zum

Jezerní hora.  Ganze zwei Kilometer schlängelte sich der Trail mal mehr mal weiniger kniffelig zum Jezerní hora hinauf. Wobei hinauf kann man eigentlich nicht mehr sagen, es handelte sich nur noch um 30 Höhenmeter die man gar nicht mehr bemerkte. Was man allerdings bemerkte war der Orkan Kyrill der am 18./19. Jänner 2007 sein Unwesen trieb. So fuhr ich oberhalb der Baumgrenze dahin und genoss die Aussicht. Der Große Arber kam auch zum Vorschein, von dieser Seite und noch dazu auf Augenhöhe ist auch mal ein schöner Anblick. Zum Vergleich der König des Bayerischen Waldes der Große Arber hat 1455,5 m ü. NHN und ich befand mich am Jezerní hora auf 1343 Meter über dem Meer.

 

Ursprünglich wollte ich meine Brotzeit am Jezerní hora zur mir nehmen und gleichzeitig einen Blick auf dem Schwarzen See werfen. Aus dem wurde nichts, da ich keinen Weg gefunden habe der mich dort hinführen könnte. Nationalpark Šumava  und abseits von Wegen passt sowieso nicht.
Erst noch schnell den Singletrail mitnehmen der Anfangs sehr gut beginnt und dann in ein Gestrüpp aus Ästen überging und endete und auf einer Forststraße.
Weiter ging es dann über den über den kleinen Špičák und noch hoch bis zum großen Špičák wo ich dann mit Blick auf den Osser die erste größere Pause machte.

Der Bauch war voll und das Stimmungstief kam direkt nach der Abfahrt im Bikepark Špičák. Schwere Beine und kaum mehr was zu Trinken machten mir zu schaffen. Und am allermeisten haben mir die E-Biker jegliche lust genommen. Trällernd, bei knapp 26 Grad Hitze im Anstieg an mir vorbei. Mahlzeit. Mein Rettungsanker kam kurz vorm Schwarzen See. Endlich Wasser.
Die Tanks waren wieder aufgefüllt und es ging die letzten Kilometern bis zum Schwarzen See auf Asphalt dahin. Naja ich wusste ja bescheid.

Am Černé jezero  auch genannt Schwarzer See machte ich eine längere Pause.
Schuhe aus und die Füße im kalten nass baumeln lassen und die Aussicht genießen.
Genau da oben war ich noch vor gut 2 Stunden.

Das Tief war überwunden jetzt kam die vorletzte Etappe, bis zum Gürtlplatz und dann hoch zum Osser. Nach einem kurzen Anstieg kam eine sehr lange Abfahrt ehe es dann in den krankesten Anstieg ging von dem man Gürtlplatzl fahren kann.
Selber schuld wenn man zu Faul ist auf das GPS zu schauen…

Am Osser angekommen ging es nur noch gen Tal und ab nach Hause. Mit den letzten Körnern ging es den Hauptwanderweg zum Stattel über´s Bergkirchal nach Lam.

 

 

Absetz – Rotes Kreuz – Zwieseleck – Großer Osser – Lam

Pünktlich um 10 starteten wir dieses Wochenende ab dem Tanneneck (Absetz). Von da aus ging es am Wanderweg NK 25 entlang zum Roten Kreuz.

Dort wollten wir erstmals eine kleine Trinkpause einlegen. Komische Geräusche (= grunzen) zwangen uns allerdings flotten Schrittes weiterzugehen. Neugierig wären wir schon gewesen, aber der Gedanke einer Wildsau mit ihren Frischlingen zu begegnen, schreckte uns dann doch etwas ab.

So schob sich die 1. Pause etwas nach hinten. Die erste Rast fand dann am Zwieseleck unter tropfend nassen Bäumen, dichtem Hochnebel und zapfiger Kälte statt.

Von da aus wanderten wir auf sehr „batzigem“ Untergrund weiter Richtung Grenze. Entlang der Markierungen stiegen wir durchwegs bergauf – vorbei am zwanziger Stein. Die Grenzsteine und – pfosten gaben uns Orientierungshilfe. Denn Ausblick und Weitsicht war auch an diesem Tag nicht gegeben.

Der letzte Kilometer zum Gipfel Großer Osser gestaltete sich mehr als interessant. Plötzlich waren keine menschlichen Spuren mehr vorhanden. Das Gelände wurde immer steile, eisiger und schwieriger zu begehen.

Erst dachten wir, uns verlaufen zu haben, doch ein Blick auf die Karte zeigte, dass alles ok ist. Wenige hundert Meter später konnte man dann endlich das Dach des Schutzhauses zwischen den Bäumen durchspitzen sehen. Noch schnell ein Foto schießen und dann gibt´s für uns leckere Gulasch- und Erbsensuppe.

Zu früh gefreut. Angekommen am Willmann – Haus, standen wir vor verschlossener Tür. Zum Glück war noch etwas Restbrotzeit übrig. Diese verspeisten wir in einer windgeschützten Ecke des Hauses. Danach machten wir uns bereit für den Abstieg.

Über den Wanderweg Richtung Sattel und dann weiter nach Buchet ging es (leider) nur noch bergab. Die Knie waren davon nicht so begeistert!!!

Fazit des Tages: Heute konnten wir viele verschiedene Geräusche wahrnehmen.

heulender Wind, knarzende Bäume, heulende Hunde, zwitschernde Vögel UND grunzende Wildschweine 🙂

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Thema von Anders Norén.